Archiv für den Monat Mai 2018

Alle machen mit!

Worum geht es bei Family Literacy?

Es geht um die Förderung von Sprachkompetenzen und Schrifterfahrungen in Familien,

Bei Kindern:

  • Basisfähigkeiten in Vorbereitung für das Lesen und Schreiben werden geübt.
  • Die kognitiven „versteckten“ Lesebausteine werden entwickelt und geübt.
  • Lesefreude und Vertrautheit mit Büchern wird unterstützt.
  • Die Beziehung zu den Eltern wird durch das gemeinsame Erleben gestärkt.

Bei Eltern:

  • Basisfähigkeiten bei der Unterstützung der Kinder zum Lernerfolg werden geübt.
  • Die Aufmerksamkeit für die kognitiven „versteckten“ Lesebausteine wird erhöht und geübt.
  • Die Vertrautheit mit den Erwartungen der Bildungseinrichtung wird unterstützt.
  • Die Beziehung zu den Kindern wird durch das gemeinsame Erleben gestärkt.
  • Eine neue Öffnung für das eigene Lernen wird möglich.

 

An wen richtet sich ein Familiy Literacy Angebot?

Ein gutes Family Literacy Angebot richtet sich an alle Eltern. Für alle Eltern ist es eine Herausforderung ihre Kinder beim Lernen zu unterstützen und es gibt sehr viele Eltern, die sich nicht trauen zu fragen. Je gelassener Eltern angesprochen und eingebunden werden, desto hilfreicher ist das Angebot.

Für Eltern, die es selber in der Schule schwer hatten, ist das Angebot noch einmal eine besondere Chance, ihren Kindern einen guten Start zu ermöglichen. Diese Eltern melden sich oft nicht freiwillig, weil sie „nichts Gutes“ erwarten. Die Erfahrung zeigt, dass eine direkte, freundliche Einladung und ein positives gemeinsames Erlebnis mit dem Kind mehr überzeugen als das beste Argument.

Was muss eine KITA oder eine Grundschule leisten, wenn sie ein Family Literacy Angebot machen möchte?

  • Mindestens 2 Mitarbeitende für das Konzept gewinnen, die sich in dem Thema schlau machen und bereit sind neue Methoden auszuprobieren.
  • Zeit und Räume einplanen für die Arbeit mit Eltern und Kindern
  • Zeit und Räume einplanen für die Themenarbeit mit Eltern und Gespräche
  • Gemeinsame außerschulische Aktivitäten ermöglichen

Eine KITA muss nicht unbedingt mehr Geld, Raum und Zeit für diese Arbeit haben. Wichtig ist es, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Das bedeutet vor allem, bestehende Ressourcen (z.B. Elterncafe´, Ausflugsbudget) mit dem „Mehrwert“ Literacy zu nutzen. Wenn bestehende Netzwerkpartner, wie „Lesepaten“ oder „Elternbegleiter“ mit ins Boot geholt werden, kann ein Family Literacy Projekt langfristig Mitarbeitende an der Einrichtung entlasten. Family Literacy bedeutet nicht unbedingt mehr, sondern anders!

Zwei erfolgreiche Family Literacy Ansätze in Deutschland sind das FLY Projekt Hamburg und das Fam.Lit Projekt in Oldenburg.

 

 

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