Weltalphabetisierungstag 2016

Am 8. September 2016 gibt es einen runden Geburtstag! Der Weltalphabetisierungstag wird 50 Jahre alt! Dieser Tag steht bei der UNESCO unter folgendem Motto :

In der Vergangenheit lesen – die Zukunft zu schreiben.

WAT 161966 wurde der Weltalphabetisierungstag zum ersten Mal in Teheran begangen. Damals rief die UNESCO alle Staaten auf, Alphabetisierung für Kinder und Erwachsene zu einem Entwicklungsziel ihres Landes zu machen. Seitdem erinnert der Tag jedes Jahr daran, dass es in vielen Ländern immer noch ein Privileg ist, lesen und schreiben zu können.

Lesen und schreiben befähigt Menschen, ihr Leben bewusster und aktiver zu gestalten. Das stärkt die Wirtschaftskraft und die Demokratie. Auch heute gilt Alphabetisierung als Entwicklungsindikator für eine Gesellschaft.

Durch die rasanten Veränderungen in Technik und Kommunikation ist die Fähigkeit, lesen und schreiben zu können, Dreh-und Angelpunkt der weltweiten Bildungsschere geworden. Die Ziele der Weltalphabetisierung wurden daher durch das Dakar-Abkommen  Education for all (EFA 2000 – 2015) und in der Unesco Dekade für Alphabetisierung (2003 – 2013)  nochmals in den Fokus gerückt. Von den sechs EFA-Zielen galt Ziel 4 der Erwachsenenbildung:

Ziel 4: Die Analphabeten-Rate unter Erwachsenen, besonders unter Frauen, soll bis 2015 um 50 Prozent reduziert werden. Der Zugang von Erwachsenen zu Grund- und Weiterbildung soll gesichert werden.

unesco 2030Der Welt-Bildungsbericht 2015 zieht Bilanz über die Dekade und erklärt sie lediglich zu einem Teilerfolg. Noch 58% der Staaten sind weit vom EFA-Ziel 4 entfernt. Dennoch gab es Erfolge zu berichten, vor allem aus der asiatischen und arabischen Welt. Beim genaueren Hinsehen allerdings wird deutlich, dass die besseren Zahlen bei der Alphabetisierung Erwachsener hauptsächlich der Tatsache geschuldet sind, dass gebildete junge Menschen das Erwachsenenalter erreichen.

Für Deutschland war diese Dekade wichtig, da es nun bessere bundesweite Datenerhebungen gibt. Durch die leo.-Level One Studie z.B. können wir Lese-und Schreibkompetenzen als Kontinuum verstehen, und wissen, dass fast 40 % der Erwachsenen in unserer Gesellschaft im Schriftlichen Schwierigkeiten haben.  Durch die Studie bekommen wir auch ein besseres Verständnis für die Auswirkungen von fehlerhafter Alphabetisierung für die Teilhabe und die Demokratie.

Das Fazit für die Weltalphabetisierungsarbeit lautet: UMDENKEN und MEHR ANSTRENGUNG sind nötig. Dieses Fazit bildete den Grundstein für die Incheon Declaration, die bis 2030 gilt.

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s