Wie buchstabiert man LIEBE?

„Wie buchstabiert man Liebe?“ lief diesen Sommer als Film im ARD Fernsehen. Es ist ein Familiendrama aus dem Jahr 2001, bei dem es eben nicht nur um Liebe geht.

Anna  (Suzanne von Borsody) kann kaum Lesen und Schreiben. Dennoch wagt sie sich mit ihren 2 Kindern ins Leben hinaus. Sie verlässt ihren Mann, der sie wegen ihrer Schreibschwäche demütigt und beginnt als Kellnerin zu arbeiten. Da trifft sie den berühmten Schritsteller Tom (Peter Sattmann), und lässt sich nicht von seinem arroganten Gehabe einschüchtern. Tom verliebt sich in Anna und sie lernen sich besser kennen. Dennoch mag sie ihm nicht erzählen, dass sie seine Bücher, Briefe und E-Mails nicht lesen kann.

Für alle, die im Bereich Grundbildung arbeiten, lohnt es sich den Film anzusehen – nicht wegen Anna, sondern wegen Tom. Er zeigt uns nämlich, wie blind und überheblich wir Lesenden sein können. Gerade seine gut gemeinten Vorschläge kommen bei Anna nicht gut an. Sie beschämen und machen es Anna schwer, würdig ihren Weg zu gehen. Arbeitgeber, Behörden, Gerichtsvollstrecker, Rechtanwälte, Volkshochschulen … keiner besteht Annas inneren „Würdetest“.

Der Film ist noch bis zum 7.9.2016 auf der ARD Mediathek zu sehen.

Photo credit: ! T.a.b.ú] via Foter.com – CC BY-ND

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