Im Englischen hatte Alwin Toffler die Analphabeten des 21. Jahrhunderts so beschrieben: „… those who cannot learn, unlearn and relearn“. Die Doppeldeutigkeit des „unlearn“ im Originalzitat ist spannend. Es geht hier nicht nur um das übliche Verlernen. Toffler stellt klar, dass auch diejenigen, die Lesen und Schreiben können, immer wieder „umlernen“ und dazu lernen müssen, um gesellschaftlich am Ball zu bleiben. Niemand ist vor funktionalem Analphabetismus geschützt.

Grundbildungsangebote für Erwachsene haben zum Ziel, Menschen durch Lernen zu unterstützen, die Minimalvorraussetzungen einer Gesellschaft zu erwerben und / oder diese zu erhalten. Der Grundbildungsgedanke sollte daher nicht defizitär angelegt sein. Es ist sinnvoller bei den aktuellen Kompetenzen anzusetzten.

Es gibt, laut Toffler, keinen festen Bildungsstandard mehr, den wir erfüllen müssen. Vielmehr geht es darum, dass wir als Erwachsene begreifen, dass unsere Bildung kein festes Hab und Gut ist. Wir müssen Bildung leben und unsere Lernbiografien aktiv mitgestalten. Haben wir den Mut, uns selber immer wieder neu als Lernende zu begreifen?

 

 

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